Was bringt dir eine Gehaltserhöhung wirklich?
Brutto → Netto, drei Verhandlungsszenarien, Langzeiteffekt bis zur Rente – mit exakter Steuerberechnung.
Mehr Gehalt ist der Anfang – was machst du damit?
Gehaltserhöhung, Steuerklassenwahl, Teilzeit-Auswirkungen – im Erstgespräch schauen wir, wie du dein Einkommen optimal für Vermögen, Vorsorge und Absicherung einsetzt.
Kostenloses Erstgespräch buchen ›Gehaltserhöhung für Frauen: Was der Rechner zeigt – und was du wissen solltest
Eine Gehaltserhöhung klingt erstmal nach „mehr Geld“. Aber wie viel kommt wirklich netto an? Und was bedeutet das für dein Leben – nicht nur diesen Monat, sondern über die nächsten 20, 30, 37 Jahre bis zur Rente?
Unser Rechner zeigt dir genau das: exakte Netto-Berechnung, drei Verhandlungsszenarien zum Vergleichen, und den Langfristeffekt – weil 200 € mehr pro Monat über eine Karriere hinweg ein sechsstelliger Betrag werden.
So bedienst du den Rechner – Schritt für Schritt
Was der Rechner berechnet
Die Steuerberechnung folgt exakt §32a EStG mit den aktuellen Tarifzonen und dem Grundfreibetrag. Die Sozialversicherungsbeiträge werden mit den offiziellen Beitragssätzen und Beitragsbemessungsgrenzen berechnet:
Dazu kommen Kirchensteuer (8 % in Bayern/Baden-Württemberg, 9 % sonst) und Solidaritätszuschlag (5,5 %, Freigrenze 20.350 € ESt).
Die 3 Szenarien – warum sie wichtig sind
Die meisten Rechner zeigen nur ein Ergebnis. Unser zeigt drei, weil die Realität so aussieht: Du gehst mit einer Vorstellung ins Gespräch, und das Ergebnis hängt von deiner Verhandlung ab. Die Szenarien zeigen dir:
- Konservativ: Das Minimum – wenn du vorsichtig verhandelst oder eine Inflationsanpassung bekommst.
- Realistisch: Dein Zielwert – das, was du forderst.
- Mutig: Was passiert, wenn du höher einsteigst – und es funktioniert.
Der Unterschied zwischen konservativ und mutig ist über eine Karriere hinweg oft sechsstellig. Das zeigt die letzte Zeile der Tabelle („bis Rente“).
Der Langfristeffekt – warum 200 € mehr als 200 € sind
Eine Gehaltserhöhung wirkt nicht nur einmal. Sie wirkt jedes Jahr, und künftige Erhöhungen bauen darauf auf (Zinseszinseffekt). Der Rechner nimmt eine jährliche Steigerung von 2 % an und summiert das Netto-Plus über alle Restjahre bis zur Rente (67).
Gender Pay Gap: Dein Gehalt im Kontext
Der Rechner zeigt dir, wo dein Brutto im Vergleich zum Median-Gehalt von Frauen in Vollzeit liegt (ca. 3.600 €/Monat brutto, Destatis). Das ist kein Urteil, sondern eine Einordnung. Wenn du unter dem Median liegst, hast du statistisch gesehen überdurchschnittlich viel Spielraum nach oben. Wenn du darüber liegst, ist das gut – aber auch dann lohnt sich Verhandeln, weil der bereinigte Pay Gap (6 %) gerade bei höher qualifizierten Stellen am größten ist.
7 Verhandlungstipps – speziell für Frauen
Wer zuerst eine Zahl nennt, setzt den Anker. Studien zeigen: Frauen lassen häufiger den Arbeitgeber das erste Angebot machen – und das liegt fast immer niedriger als möglich. Nutze den Rechner, um deinen Brutto-Zielwert zu berechnen, und nenne ihn.
5 % Erhöhung ist ein Inflationsausgleich, keine echte Gehaltsverhandlung. Bei einem Positionswechsel, mehr Verantwortung oder nach 2+ Jahren ohne Erhöhung sind 10–15 % realistisch. 20 % bei einem Jobwechsel sind normal. Schau dir im Rechner den Unterschied zwischen „konservativ“ und „mutig“ an – er wird dich motivieren.
Nicht: „Ich brauche mehr, weil die Miete gestiegen ist.“ Sondern: „Ich habe Projekt X geleitet, das Y € Umsatz gebracht hat. Das spiegelt mein aktuelles Gehalt nicht wider.“ Sammle konkrete Erfolge über das Jahr.
Seit 2017 hast du in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten das Recht, den Median-Verdienst deiner männlichen Kollegen in vergleichbarer Position zu erfragen. Nutze dieses Recht – es gibt dir eine Faktenbasis für deine Verhandlung.
Vor der Elternzeit ist der beste Zeitpunkt, eine Entwicklungsvereinbarung zu schließen: „Wenn ich zurückkomme, steige ich als X ein“ oder „Mein Gehalt wird während der Elternzeit den normalen Steigerungen angepasst.“ Das verhindert den berüchtigten Wiedereinstiegsknick.
Studien zeigen: Frauen bereiten sich gut vor, aber üben die eigentliche Gesprächssituation seltener. Sprich deine Forderung laut aus – vor dem Spiegel, mit einer Freundin, oder nimm dich auf. Es klingt banal, aber es verändert dein Auftreten im echten Moment.
Wenn die Gehaltserhöhung begrenzt ist, verhandle Zusatzleistungen: Homeoffice-Tage, Weiterbildungsbudget, Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge, Fahrtkostenzuschuss, oder einen Bonus. Viele dieser Leistungen sind steuerlich günstiger als eine Bruttoanpassung.
Limitationen des Rechners
Vereinfachte Lohnsteuer: Der Rechner verwendet den Grundtarif nach §32a EStG mit Arbeitnehmer-Pauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschale. Individuelle Freibeträge (z.B. für Kinder, Behinderung, Pendlerpauschale) sind nicht berücksichtigt. Das reale Netto kann etwas höher liegen.
Steuerklasse V: Wird vereinfacht berechnet. Für Ehepaare empfehlen wir, beide Szenarien (III und V) durchzurechnen und mit dem Jahresausgleich nach Steuererklärung zu vergleichen.
Langfristeffekt: Nimmt 2 % jährliche Steigerung und Rente mit 67 an. Keine Berücksichtigung von Inflation, Teilzeit oder Karrierepausen – dafür gibt es den Humankapitalrechner.
Median-Vergleich: Basiert auf dem Median-Brutto von Frauen in Vollzeit (Destatis). Branchenspezifische Daten sind nicht verfügbar.
Kein Ersatz für Steuerberatung – der Rechner gibt eine gute Näherung, aber keine verbindliche Auskunft.
Vom Gehalt zum Vermögen
Mehr verdienen ist der erste Schritt. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wie du dein Einkommen optimal für Vermögensaufbau, Vorsorge und Absicherung nutzt.
Kostenloses Erstgespräch buchen ›