Finanzrechner

Was bringt dir eine Gehaltserhöhung wirklich?

Brutto → Netto, drei Verhandlungsszenarien, Langzeiteffekt bis zur Rente – mit exakter Steuerberechnung.

Schritt 1
Dein aktuelles Gehalt
€ / Monat
▾ Steuer & Sozialversicherung anpassen
2,9 %
Jahre
Schritt 2
Deine Gehaltserhöhung
Wie soll erhöht werden?
%
Hinweis: Berechnung nach §32a EStG, aktuelle Sozialversicherungswerte (). Vereinfachte Lohnsteuerberechnung (keine Freibeträge außer Grundfreibetrag). Kein Ersatz für Steuerberatung.
Dein Netto-Plus pro Monat
So viel mehr landet jeden Monat auf deinem Konto (realistisches Szenario).
Aktuell Netto
pro Monat
Neu Netto
pro Monat
3 Verhandlungsszenarien
Konservativ
Realistisch
Mutig
Langfristeffekt bis zur Rente
So viel mehr Netto-Einkommen hast du insgesamt bis zur Rente (realistisches Szenario, mit jährlicher Steigerung).
Dein Gehalt im Kontext (Frauen in DE, Vollzeit)
Median-Brutto Frauen Vollzeit 2024: ca. 3.600 €/Monat. Quelle: Statistisches Bundesamt.
Nächster Schritt

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Gehaltserhöhung für Frauen: Was der Rechner zeigt – und was du wissen solltest

Eine Gehaltserhöhung klingt erstmal nach „mehr Geld“. Aber wie viel kommt wirklich netto an? Und was bedeutet das für dein Leben – nicht nur diesen Monat, sondern über die nächsten 20, 30, 37 Jahre bis zur Rente?

Unser Rechner zeigt dir genau das: exakte Netto-Berechnung, drei Verhandlungsszenarien zum Vergleichen, und den Langfristeffekt – weil 200 € mehr pro Monat über eine Karriere hinweg ein sechsstelliger Betrag werden.

Warum gerade für Frauen? Der Gender Pay Gap liegt in Deutschland bei 16 % (Destatis, 2025). Frauen verdienen im Schnitt 22,81 € brutto pro Stunde – Männer 27,05 €. Selbst bereinigt (gleiche Stelle, gleiche Qualifikation) bleibt eine Lücke von rund 6 %. Einer der Gründe: Frauen verhandeln seltener – und wenn, dann oft weniger ambitioniert. Dieser Rechner soll helfen, das zu ändern.

So bedienst du den Rechner – Schritt für Schritt

1
Bruttoeinkommen eingeben Trage dein aktuelles Monatsgehalt brutto ein (das, was im Arbeitsvertrag steht). Hinter jedem Feld mit einem kleinen „?“ findest du eine Erklärung – einfach mit der Maus darüberfahren.
2
Steuer & Sozialversicherung anpassen (optional) Standard: Steuerklasse I, Kirchensteuer ja, 1 Kind, 2,9 % KV-Zusatz. Für ein genaueres Ergebnis klappe „Steuer & Sozialversicherung anpassen“ auf und stelle deine Werte ein. Besonders relevant: die Steuerklasse (III vs. V macht einen enormen Unterschied!) und ob du kirchensteuerpflichtig bist.
3
Erhöhung eingeben Du kannst in Prozent („7 %“), als Betrag („+250 €“) oder als Zielbetrag („auf 3.750 €“) eingeben. Der Rechner erstellt automatisch drei Szenarien: konservativ (halb so viel), realistisch (dein Wert) und mutig (1,5×). So siehst du, was dir Verhandlungsmut bringt.
4
Ergebnisse lesen Rechts siehst du: dein Netto-Plus pro Monat, die Szenarien-Tabelle (Brutto, Netto, Plus, Langfristeffekt), den Gesamteffekt bis zur Rente, und wo dein Gehalt im Vergleich zum Median liegt.

Was der Rechner berechnet

Die Steuerberechnung folgt exakt §32a EStG mit den aktuellen Tarifzonen und dem Grundfreibetrag. Die Sozialversicherungsbeiträge werden mit den offiziellen Beitragssätzen und Beitragsbemessungsgrenzen berechnet:

Krankenversicherung 14,6 % allgemein + individueller Zusatzbeitrag (Standard 2,9 %). Arbeitnehmeranteil: die Hälfte. BBG: 5.812,50 €/Monat.
Pflegeversicherung 3,6 % (mit Kind) / 4,2 % (kinderlos). Abschlag ab 2. Kind unter 25. Sachsen: höherer AN-Anteil.
Rentenversicherung 18,6 % gesamt, AN-Anteil 9,3 %. BBG: 8.450 €/Monat.
Arbeitslosenversicherung 2,6 % gesamt, AN-Anteil 1,3 %. BBG wie RV.

Dazu kommen Kirchensteuer (8 % in Bayern/Baden-Württemberg, 9 % sonst) und Solidaritätszuschlag (5,5 %, Freigrenze 20.350 € ESt).

Die 3 Szenarien – warum sie wichtig sind

Die meisten Rechner zeigen nur ein Ergebnis. Unser zeigt drei, weil die Realität so aussieht: Du gehst mit einer Vorstellung ins Gespräch, und das Ergebnis hängt von deiner Verhandlung ab. Die Szenarien zeigen dir:

  • Konservativ: Das Minimum – wenn du vorsichtig verhandelst oder eine Inflationsanpassung bekommst.
  • Realistisch: Dein Zielwert – das, was du forderst.
  • Mutig: Was passiert, wenn du höher einsteigst – und es funktioniert.

Der Unterschied zwischen konservativ und mutig ist über eine Karriere hinweg oft sechsstellig. Das zeigt die letzte Zeile der Tabelle („bis Rente“).

Der Langfristeffekt – warum 200 € mehr als 200 € sind

Eine Gehaltserhöhung wirkt nicht nur einmal. Sie wirkt jedes Jahr, und künftige Erhöhungen bauen darauf auf (Zinseszinseffekt). Der Rechner nimmt eine jährliche Steigerung von 2 % an und summiert das Netto-Plus über alle Restjahre bis zur Rente (67).

Rechenbeispiel: 200 € netto mehr pro Monat ab Alter 30 → 37 Jahre bis Rente → mit 2 % Steigerung: über 110.000 € zusätzliches Netto-Einkommen. Und das ist nur eine Erhöhung. Die meisten Menschen verhandeln 5–10 Mal in ihrer Karriere.

Gender Pay Gap: Dein Gehalt im Kontext

Der Rechner zeigt dir, wo dein Brutto im Vergleich zum Median-Gehalt von Frauen in Vollzeit liegt (ca. 3.600 €/Monat brutto, Destatis). Das ist kein Urteil, sondern eine Einordnung. Wenn du unter dem Median liegst, hast du statistisch gesehen überdurchschnittlich viel Spielraum nach oben. Wenn du darüber liegst, ist das gut – aber auch dann lohnt sich Verhandeln, weil der bereinigte Pay Gap (6 %) gerade bei höher qualifizierten Stellen am größten ist.

7 Verhandlungstipps – speziell für Frauen

1. Kenne deine Zahl – und nenne sie zuerst

Wer zuerst eine Zahl nennt, setzt den Anker. Studien zeigen: Frauen lassen häufiger den Arbeitgeber das erste Angebot machen – und das liegt fast immer niedriger als möglich. Nutze den Rechner, um deinen Brutto-Zielwert zu berechnen, und nenne ihn.

2. Fordere 15–20 % – nicht 5 %

5 % Erhöhung ist ein Inflationsausgleich, keine echte Gehaltsverhandlung. Bei einem Positionswechsel, mehr Verantwortung oder nach 2+ Jahren ohne Erhöhung sind 10–15 % realistisch. 20 % bei einem Jobwechsel sind normal. Schau dir im Rechner den Unterschied zwischen „konservativ“ und „mutig“ an – er wird dich motivieren.

3. Argumentiere mit Leistung, nicht mit Bedürfnis

Nicht: „Ich brauche mehr, weil die Miete gestiegen ist.“ Sondern: „Ich habe Projekt X geleitet, das Y € Umsatz gebracht hat. Das spiegelt mein aktuelles Gehalt nicht wider.“ Sammle konkrete Erfolge über das Jahr.

4. Nutze das Entgelttransparenzgesetz

Seit 2017 hast du in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten das Recht, den Median-Verdienst deiner männlichen Kollegen in vergleichbarer Position zu erfragen. Nutze dieses Recht – es gibt dir eine Faktenbasis für deine Verhandlung.

5. Verhandle nicht nur beim Wiedereinstieg – vor allem vorher

Vor der Elternzeit ist der beste Zeitpunkt, eine Entwicklungsvereinbarung zu schließen: „Wenn ich zurückkomme, steige ich als X ein“ oder „Mein Gehalt wird während der Elternzeit den normalen Steigerungen angepasst.“ Das verhindert den berüchtigten Wiedereinstiegsknick.

6. Übe die Verhandlung laut – wirklich laut

Studien zeigen: Frauen bereiten sich gut vor, aber üben die eigentliche Gesprächssituation seltener. Sprich deine Forderung laut aus – vor dem Spiegel, mit einer Freundin, oder nimm dich auf. Es klingt banal, aber es verändert dein Auftreten im echten Moment.

7. Denke über Gehalt hinaus

Wenn die Gehaltserhöhung begrenzt ist, verhandle Zusatzleistungen: Homeoffice-Tage, Weiterbildungsbudget, Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge, Fahrtkostenzuschuss, oder einen Bonus. Viele dieser Leistungen sind steuerlich günstiger als eine Bruttoanpassung.

Limitationen des Rechners

Vereinfachte Lohnsteuer: Der Rechner verwendet den Grundtarif nach §32a EStG mit Arbeitnehmer-Pauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschale. Individuelle Freibeträge (z.B. für Kinder, Behinderung, Pendlerpauschale) sind nicht berücksichtigt. Das reale Netto kann etwas höher liegen.

Steuerklasse V: Wird vereinfacht berechnet. Für Ehepaare empfehlen wir, beide Szenarien (III und V) durchzurechnen und mit dem Jahresausgleich nach Steuererklärung zu vergleichen.

Langfristeffekt: Nimmt 2 % jährliche Steigerung und Rente mit 67 an. Keine Berücksichtigung von Inflation, Teilzeit oder Karrierepausen – dafür gibt es den Humankapitalrechner.

Median-Vergleich: Basiert auf dem Median-Brutto von Frauen in Vollzeit (Destatis). Branchenspezifische Daten sind nicht verfügbar.

Kein Ersatz für Steuerberatung – der Rechner gibt eine gute Näherung, aber keine verbindliche Auskunft.

Tipp: Probiere verschiedene Szenarien! Was passiert bei 5 % vs. 15 %? In Steuerklasse III vs. I? Ohne Kirchensteuer? Der Rechner aktualisiert sich sofort – nutze ihn als Planungstool vor deinem nächsten Gespräch.

Vom Gehalt zum Vermögen

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