Finanzrechner

Der Humankapitalrechner

Baseline vs. dein Leben: So verändern Elternzeit, Teilzeit, Pflege & Karrierepausen deinen Lebensverdienst.

Schritt 1
Deine Ausgangslage
Jahre
€/Monat
67 Jahre
▾ Erweiterte Einstellungen
2,0 %
1,8 %
Schritt 2
Lebensphasen & Unterbrechungen
Welche Phasen verändern dein Einkommen? Füge hinzu, was auf dich zutrifft.
Phase hinzufügen:
Hinweis: Vereinfachtes Modell. Elterngeld: 65% vom Netto (max. 1.800€, min. 300€, steuerfrei mit Progressionsvorbehalt). Steuern, Sozialabgaben, Rentenpunkte nicht simuliert. Kein Ersatz für Finanzberatung.
Deine Einkommenslücke bis zur Rente
in heutiger Kaufkraft
Vereinfachte Modellrechnung – deine reale Lücke hängt von weiteren Faktoren ab (Steuern, Splitting, Rente). Aber die Größenordnung stimmt.
Baseline
ohne Unterbrechungen
Dein Szenario
mit deinen Lebensphasen
Kumuliertes Einkommen bis zur Rente
Baseline
Dein Szenario
Plateaus = kein Einkommen. Flachere Steigung = reduziert. Abstand = Lücke.
Nächste 10 J.
Verlust in 10 Jahren
Pro Jahr
ø Verlust
Ausgleich
pro Monat
Du kannst gegensteuern – teste 3 Hebel live ↓
Verschiebe die Regler und sieh sofort, wie sich deine Lücke verändert.
3 Hebel: So schließt du die Lücke
Oben siehst du deine aktuelle Lücke. Hier kannst du testen: Was wäre wenn? Verschiebe die Regler – die neue Lücke wird sofort berechnet.
① Wiedereinstieg: Gehaltsziel setzen
Beim Wiedereinstieg nach Elternzeit liegt das Gehalt oft 5–15 % niedriger – durch verpasste Beförderungen und Gehaltsrunden. Das ist der „Wiedereinstiegsknick“. Standard: −10 %.

Verschiebe den Regler nach rechts, um zu sehen was passiert, wenn du besser verhandelst. 0 % = du bekommst dein altes Gehalt. +5 % = du kommst mit Gehaltserhöhung zurück.

Beispiel: Von −10 % auf 0 % zu kommen kann über die Restkarriere 50.000–100.000 € ausmachen.
−10 %
② Teilzeit smarter planen
Wie verändert sich deine Lücke, wenn du Teilzeit anders gestaltest? Zwei Stellschrauben:

Umfang = Wie viel Prozent einer Vollzeitstelle du arbeitest. 60 % ≈ 3 Tage/Woche. 80 % ≈ 4 Tage.
Dauer = Wie viele Monate du in Teilzeit bleibst. 0 = keine Teilzeit.

Beispiel: Von 60 % für 24 Monate auf 80 % für 12 Monate wechseln kann die Lücke um 30.000–60.000 € reduzieren.
60 %
24 Mo.
③ Karriere-Boost nach Rückkehr
Was wäre, wenn du nach der Elternzeit oder Pause gezielt aufsteigst – durch Jobwechsel, Weiterbildung oder Beförderung?

Gehaltssprung = Um wie viel Prozent dein Gehalt dauerhaft steigt. +10 % = aus 2.400 € werden 2.640 €.
Nach = Wie viele Monate nach Ende deiner letzten Phase der Sprung passiert.

Beispiel: +10 % nach 12 Monaten kann die Lücke um 80.000–150.000 € reduzieren – weil der Sprung auf alle Folgejahre wirkt.
0 %
12 Mo.
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Was ist Humankapital – und warum sollte jede Frau ihren Wert kennen?

Dein Humankapital ist der Barwert aller zukünftigen Nettoeinkommen – von heute bis zur Rente, umgerechnet in heutige Kaufkraft. Anders gesagt: Es ist die Summe, die deine gesamte verbleibende Arbeitskraft wert ist. Für die meisten Menschen unter 45 ist das Humankapital der mit Abstand größte Vermögenswert – größer als jedes Depot, jede Immobilie, jedes Sparkonto.

Unser Rechner geht bewusst über einen reinen Humankapitalrechner hinaus: Er zeigt dir den konkreten Preis von Lebensphasen, die dein Einkommen verändern. Elternzeit, Teilzeit, Pflege, Trennung, Gehaltsplateau – alles live berechenbar. Und mit drei Hebeln siehst du sofort, wie du die Lücke verkleinern kannst.

Warum gerade für Frauen? Frauen in Deutschland verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, unterbrechen ihre Karriere öfter für Kinderbetreuung oder Pflege, und verhandeln seltener ihr Gehalt. All das reduziert das Humankapital – oft um sechsstellige Beträge, ohne dass es jemandem bewusst ist. Wer den Preis kennt, kann bewusst entscheiden und gezielt gegensteuern.

So bedienst du den Rechner – Schritt für Schritt

Schritt 1: Ausgangslage eingeben Trag dein aktuelles Alter und dein monatliches Nettoeinkommen ein – das, was tatsächlich auf deinem Konto ankommt. Wähle dein geplantes Renteneintrittsalter mit dem Schieberegler (63–70 Jahre). Unter „Erweiterte Einstellungen“ kannst du die jährliche Gehaltssteigerung (Standard: 2,0 %) und die Inflation (Standard: 1,8 %) anpassen. Die Baseline – also dein Lebensverdienst ohne jede Unterbrechung – wird sofort berechnet.
Schritt 2: Lebensphasen hinzufügen Wähle aus sieben Phasentypen aus, was auf dich zutrifft oder zutreffen könnte. Du kannst bis zu acht Phasen kombinieren – zum Beispiel zwei Kinder, eine Pflegephase und ein Gehaltsplateau. Jede Phase erscheint als eigene Karte mit einer Farbe am linken Rand. Tipp: Hinter jedem Feld mit einem kleinen „?“ steckt eine Erklärung – fahre mit der Maus darüber (oder tippe darauf), und du siehst genau, was gemeint ist und ein konkretes Beispiel.
Ergebnis ablesen Rechts (auf dem Handy: unten) siehst du deine Einkommenslücke als große Zahl – das ist die Differenz zwischen Baseline und Szenario in heutiger Kaufkraft. Darunter steht der wichtige Hinweis: „Vereinfachte Modellrechnung – deine reale Lücke hängt von weiteren Faktoren ab. Aber die Größenordnung stimmt.“ Im Chart siehst du zwei Kurven (blaue Baseline, goldenes Szenario) und drei Kennzahlen: Verlust in 10 Jahren, Verlust pro Jahr, und wie viel du monatlich zurücklegen müsstest.
Hebel ausprobieren Klappe den Bereich „3 Hebel: So schließt du die Lücke“ auf (oder klick den goldenen Banner „Du kannst gegensteuern“). Jeder Hebel hat eine ausführliche Erklärung mit Beispiel direkt darunter. Verschiebe die Regler – unter jedem Hebel siehst du sofort die neue Lücke und wie viel Euro sich ändern (blau = kleiner, rot = größer). Ganz unten zeigt eine blaue Box die Gesamtwirkung aller 3 Hebel zusammen: aktuelle Lücke → neue Lücke und wie viel Prozent du damit schließen kannst.

Die 7 Lebensphasen im Detail

Jede Phase modelliert eine andere Einkommenssituation. Du kannst sie frei kombinieren – der Rechner wendet sie chronologisch auf dein Szenario an. Das bedeutet: Wenn Phase 2 in eine Phase fällt, die durch Phase 1 bereits verändert wurde, wird der bereits reduzierte Betrag weiter angepasst – genau wie in der Realität.

👶 Kind & Elternzeit Die umfassendste Phase. Zuerst Elternzeit (6–24 Monate): Dein Gehalt wird durch Elterngeld ersetzt (65 % vom vorherigen Netto, maximal 1.800 €, mindestens 300 €). Beim Wiedereinstieg wird automatisch ein Wiedereinstiegsknick von −10 % eingerechnet – denn nach einer Pause liegt das Gehalt oft dauerhaft niedriger (verpasste Beförderungen, Gehaltsrunden). Danach eine Teilzeitphase (wählbar: 50–100 %, 0–60 Monate). Den Knick kannst du im Hebel-Bereich anpassen: von −20 % (schlecht verhandelt) bis +10 % (mit Gehaltserhöhung zurückgekommen). Mehrere Kinder möglich.
⏲ Teilzeitphase (ohne Kind) Für alle Fälle, in denen du deine Arbeitszeit reduzierst – nicht wegen eines Kindes, sondern aus anderen Gründen: Weiterbildung, berufsbegleitendes Studium, Work-Life-Balance, gesundheitliche Gründe, oder einfach eine bewusste Entscheidung. Wähle Umfang (30–80 %) und Dauer in Monaten. Dein Gehalt wird für diese Zeit proportional reduziert.
💜 Pflege Angehöriger Du kümmerst dich um pflegebedürftige Eltern, Partner oder andere Angehörige. Das geht oft mit drastischer Arbeitszeitreduktion einher – von komplett raus (0 %) über 25 % bis 75 %. Pflege trifft viele Frauen später im Leben (oft ab 45–55) und dauert im Schnitt länger als erwartet. Pflegegeld oder Entlastungsleistungen sind nicht modelliert, da sie den Einkommensverlust selten vollständig decken.
⏸ Karrierepause / Sabbatical Eine komplette oder teilweise Auszeit: Sabbatical, berufliche Neuorientierung, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Weltreise oder einfach eine Auszeit. Du wählst, ob du in dieser Zeit kein Einkommen hast, 25 % (z. B. Minijob) oder 50 % (z. B. ALG, Krankengeld). Der Rechner modelliert den reinen Einkommensverlust für die gewählte Dauer.
→ Gehaltsplateau Die unsichtbare Lücke, die viele Frauen betrifft: Dein Gehalt bleibt über Jahre konstant, während es in der Baseline jährlich steigt. Typisch: gleiche Stelle seit Jahren, keine Gehaltsverhandlung, keine Beförderung, Komfortzone oder fehlende Unterstützung. Das klingt harmlos, kostet aber über 5–10 Jahre fünfstellige Beträge – weil alle Folgejahre vom niedrigeren Niveau aus weitergerechnet werden. Dieser Phasentyp macht sichtbar, was „nicht verhandeln“ konkret kostet.
💔 Trennung / Neuaufbau Eine Trennung oder Scheidung bedeutet oft einen vorübergehenden Einkommenseinbruch: höhere Kosten durch eigene Wohnung und Umzug, ggf. Jobwechsel oder Arbeitszeitanpassung, emotionale Belastung, die sich auf die Karriere auswirkt. Du wählst die Höhe der Einbuße (10–30 %) und wie lange die Phase dauert. Unterhaltsansprüche sind nicht modelliert.
🚀 Jobwechsel Die einzige Phase, die positiv oder negativ sein kann. Ein Aufstieg, Branchenwechsel oder Arbeitgeberwechsel verändert dein Gehalt dauerhaft: +10 %, +20 % bei einem Aufstieg – oder −5 %, −10 % bei Downsizing, Branchenwechsel oder einem Neuanfang. Weil der Effekt auf alle Folgejahre wirkt (Zinseszins-Logik), ist ein gezielter Jobwechsel einer der stärksten Hebel für dein Humankapital.

Warum Lebensphasen so teuer sind

Eine Karrierepause kostet nicht nur das Gehalt während der Pause. Sie kostet auch die Gehaltssteigerungen, die du in dieser Zeit verpasst – und die Steigerungen, die darauf aufbauen, in allen Folgejahren. Das ist der Zinseszinseffekt in umgekehrter Richtung: Jedes verpasste Jahr wirkt sich auf alle kommenden Jahre aus.

Dazu kommt: Viele Phasen treten nicht isoliert auf. Eine Elternzeit führt oft zu Teilzeit, die Teilzeit zu einem Gehaltsplateau, das Plateau zu einem späteren Jobwechsel mit schlechterer Verhandlungsposition. Der Rechner bildet genau diese Verkettung ab.

Beispiel: 1 Kind12 Mo. Elternzeit + 24 Mo. Teilzeit 60 % + 10 % Knick
→ ca. 150.000–200.000 € Lücke
Beispiel: 2 Kinder + Pflege2× Elternzeit + Teilzeit + 24 Mo. Pflege
→ ca. 400.000–550.000 € Lücke
Beispiel: Gehaltsplateau5 Jahre keine Erhöhung
→ ca. 40.000–70.000 € Lücke
Beispiel: Jobwechsel +15 %Gezielter Wechsel mit 35 Jahren
→ ca. +120.000–180.000 € Humankapital

Die 3 Hebel erklärt

Im Rechner findest du unter den Ergebnissen den Bereich „3 Hebel“. Jeder Hebel hat eine ausführliche Erklärung mit Beispielen direkt im Rechner. Hier die Zusammenfassung:

  • Hebel 1: Wiedereinstieg – Gehaltsziel setzen. Nach Elternzeit liegt das Gehalt oft 5–15 % unter dem Vorher-Niveau (der „Wiedereinstiegsknick“). Standard im Rechner: −10 %. Wer gezielt verhandelt, kann statt −10 % auch mit ±0 % oder sogar +5 % zurückkommen. Der Regler zeigt dir sofort, wie sich das auf deine gesamte Lücke auswirkt. Typischer Effekt: 50.000–100.000 € Unterschied.
  • Hebel 2: Teilzeit smarter planen. Zwei Stellschrauben: Umfang (wie viel Prozent du arbeitest) und Dauer (wie lange). Der Unterschied zwischen 50 % für 3 Jahre und 80 % für 1 Jahr ist überraschend groß. Dieser Hebel wirkt auch auf Pflege- und allgemeine Teilzeitphasen.
  • Hebel 3: Karriere-Boost nach Rückkehr. Was wäre, wenn du nach der Pause gezielt aufsteigst? Ein Jobwechsel oder eine Beförderung innerhalb der ersten 1–3 Jahre wirkt auf alle Folgejahre (Zinseszins-Effekt). +10 % Gehaltssprung nach 12 Monaten kann 80.000–150.000 € der Lücke schließen.

Unter den drei Hebeln zeigt eine blaue Zusammenfassungs-Box: Was bringen alle 3 Hebel zusammen? Du siehst: aktuelle Lücke → neue Lücke → wie viel Prozent der Lücke du damit schließen kannst. Bei vielen Szenarien sind es 40–70 % – das zeigt, wie viel Spielraum du wirklich hast.

Was der Rechner nicht berücksichtigt

  • Steuern und Sozialabgaben – der Rechner arbeitet mit Nettoeinkommen. Steuerklassenwechsel, Ehegattensplitting und der Progressionsvorbehalt des Elterngeldes sind nicht modelliert.
  • Rentenpunkte – Teilzeit, Elternzeit und Pflege wirken sich auch auf die spätere Rente aus. Nutze dafür unseren Rentenlückenrechner.
  • Entgeltersatzleistungen im Detail – ALG, Krankengeld, Pflegegeld oder Unterhaltsvorschuss sind nicht einzeln modelliert. Bei der Karrierepause kannst du einen Prozentsatz als Einkommensersatz wählen.
  • Nicht-monetäre Werte – Zeit mit Kindern, Gesundheit, Zufriedenheit, Pflege als Ausdruck von Liebe – all das hat enormen Wert. Die Zahlen hier sind eine finanzielle Perspektive, keine Lebensempfehlung.
  • Partnereinkommen – der Rechner betrachtet nur dein eigenes Einkommen. Steuerliche Effekte durch Zusammenveranlagung oder Unterhaltsansprüche sind nicht enthalten.

Tipp: Spiel verschiedene Szenarien durch. Was kostet ein drittes Kind? Was bringt 80 % statt 60 % Teilzeit? Was passiert mit einem Karriere-Boost nach der Elternzeit? Je mehr Varianten du testest, desto klarer wird, welche Hebel für dich den größten Unterschied machen.

Die wichtigste Erkenntnis

Hinter der Zahl steckt eine Botschaft: Jede Lebensphase hat einen Preis – und du hast mehr Einfluss auf diesen Preis, als du denkst. Nicht jede Phase lässt sich vermeiden. Aber fast jede lässt sich besser gestalten: durch Verhandlung, durch Planung, durch bewusste Entscheidungen. Das ist der Unterschied zwischen „es passiert mir“ und „ich gestalte es“.

Vom Wissen zur Strategie

Der Rechner zeigt die Lücke. Aber eine Zahl allein verändert nichts. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Hebel bei dir am meisten bringen – und wie du sie umsetzt.

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