Risikovoranfrage für die PKV
Bist du für die private Krankenversicherung versicherbar?
Bevor du einen Antrag für die private Krankenversicherung, eine AnwartschaftAnwartschaft / OptionstarifEin Vertrag, der dir das Recht sichert, später in die PKV zu wechseln – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Sinnvoll für Studierende, Auszubildende oder junge Angestellte. oder einen Optionstarif stellst, klären wir anonym bei mehreren Versicherern gleichzeitig, wie sie deinen Gesundheitsstatus einschätzen würden. Dein Name taucht dabei nirgends auf. Erst wenn du die Rückmeldungen gesehen hast, entscheidest du in Ruhe, ob und wo du abschließen möchtest.
In vier Schritten zum Ergebnis
So gehst du vor
Schritt 1 und 4 braucht jede. Schritt 2 und 3 sind empfohlen – aber kein Muss, wenn du deine Krankengeschichte lückenlos kennst.
Arztbesuche, Diagnosen, Behandlungen der letzten Jahre aufschreiben – alles, was dir einfällt. Ohne Druck, ohne Vollständigkeitsgarantie. Die Einwilligung auf der letzten Seite unterschreiben und fertig. Falls beim Ausfüllen bestimmte Themen auftauchen (Schilddrüse, Psyche, Rücken …), nimm dir gleich den passenden Zusatzfragebogen dazu.
Tipp: Diagnose oder Symptom eingeben – wir zeigen dir den richtigen Bogen.
Kein passender Bogen gefunden – schreib uns kurz, wir schicken ihn dir zu.
Wer nicht 100 % sicher ist, was alles dokumentiert ist – und das sind die meisten –, sollte diesen Schritt machen. Die Akte zeigt, was wirklich über dich gespeichert ist, unabhängig von deiner Erinnerung. Manchmal tauchen dort Diagnosen auf, die ein Arzt abgerechnet hat, ohne dass du es wusstest.
Zwei Wege: Unsere fertige Vorlage nutzen – oder den Generator der Verbraucherzentrale verwenden. Per E-Mail oder Post an deine Krankenkasse.
Sobald die Akte da ist, gleiche sie mit deinem Fragebogen ab und ergänze alles, was dir gefehlt hat. Falls dabei neue Themen auftauchen, für die ärztliche Atteste sinnvoll sein könnten:
Hauptfragebogen (mit unterschriebener Einwilligung auf der letzten Seite), Patientenakte, Zusatzfragebögen und Atteste – alles zusammen als Anhang an eine E-Mail und ab damit zu uns. Wir übernehmen ab hier.
Was, wenn ich abgelehnt werde? +
Weil wir anonym anfragen, hat eine Ablehnung keine Auswirkungen auf spätere Anträge – dein Name war nie im Spiel. Wir schauen dann gemeinsam weiter.
Muss ich mich nach dem Ergebnis sofort entscheiden? +
Nein. Du siehst die Rückmeldungen der Versicherer und entscheidest dann in Ruhe, ob du abschließen möchtest – oder nicht. Die Voten sind meist 3–6 Monate gültig.
Unterlagen per E-Mail senden
Pack alle Unterlagen (Hauptfragebogen, Patientenakte, Zusatzfragebögen, Atteste) als Anhang an eine E-Mail – fertig.
So läuft es zeitlich
Ungefähr zwei Wochen – und du bist durch
Und damit du weißt, warum das alles so ist
Das hier ist kein Pflichtlesen – aber es ist das Wissen, das den Unterschied macht. Warum fragen wir anonym? Was macht ein gutes Attest aus? Wo scheitern die meisten? Lies, was dich interessiert.
Der Hintergrund
Warum eine anonyme Voranfrage überhaupt?
In der PKV bewertet jede Versicherung dieselbe Gesundheitsgeschichte anders – gleiche Angaben, völlig unterschiedliche Ergebnisse. Und: Wenn du direkt einen Antrag stellst und abgelehnt wirst, landet das im HISHIS – Hinweis- und InformationssystemEine gemeinsame Datenbank der deutschen Versicherer. Dort werden Angaben aus Anträgen gespeichert. In der Praxis gilt: Einmal abgelehnt – oft auch bei anderen abgelehnt, weil die Daten automatisch abgeglichen werden., der zentralen Wagnisdatei aller deutschen Versicherer. Was dort einmal steht, kann deine Chancen bei allen weiteren Anfragen beeinflussen. Die anonyme Voranfrage verhindert genau das.
Stell dir vor …
… 10 Gutachter bewerten dasselbe Haus
Du bekommst 10 verschiedene Ergebnisse. Genauso ist es bei den Versicherern. Die eine akzeptiert deine Gesundheitsgeschichte ohne Aufpreis, die nächste verlangt 25 % ZuschlagRisikozuschlagProzentualer Aufschlag auf den Normalbeitrag. Beispiel: 500 € + 25 % = 625 €. Oft lebenslang – manchmal befristet, überprüfbar nach § 41 VVG. – die dritte lehnt abAblehnungBei einem regulären Antrag wird das intern gespeichert. Bei der anonymen Voranfrage spielt das keine Rolle – dein Name ist nicht im Spiel.. Es gibt keine einheitliche Linie. Deshalb fragen wir anonym bei mehreren an, bevor du dich festlegst.
10 Versicherer · 10 Einschätzungen · identische Angaben
Gut zu wissenDas HIS – die Datenbank, die du nicht unterschätzen solltest
Die meisten Versicherer speichern deine Angaben aus Antragsformularen in einer gemeinsamen Datenbank: dem Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherer (HIS). Das System wurde zur Betrugsbekämpfung entwickelt – funktioniert in der Praxis aber oft nach dem Prinzip „Einmal abgelehnt – immer abgelehnt". Versicherer gleichen gespeicherte Daten ab und lehnen Anträge ohne eigene Prüfung ab, nur weil jemand anderes es schon getan hat.
Bei einer anonymen Voranfrage fließen keinerlei persönliche Daten in diese Datenbank – weil dein Name gar nicht im Spiel ist. Erst wenn du dich aktiv für einen Versicherer entscheidest und einen echten Antrag stellst, beginnt die offizielle Prüfung.
Du kannst übrigens jederzeit eine Selbstauskunft beim HIS anfragen, um zu sehen, welche Daten dort über dich gespeichert sind. Der Hinweis steht auch in der Empfehlung der Verbraucherzentrale zu diesem Thema.
Mehr erfahrenDie drei Vorteile der anonymen Voranfrage im Detail
1. Du bleibst anonym. Deine persönlichen Daten gehen nicht an die Versicherer. Nur deine Gesundheitsangaben werden geprüft – ohne dass dein Name irgendwo registriert wird.
2. Du kennst dein Ergebnis vorab. Bevor du unterschreibst, weißt du: Annahme, Zuschlag, Ausschluss oder Ablehnung. Keine Überraschungen im Antragsprozess.
3. Du entscheidest erst nach dem Ergebnis. Wir fragen bei mehreren Gesellschaften parallel an und vergleichen die Rückmeldungen. So findest du den Tarif, der wirklich zu dir passt – oder du entscheidest dich am Ende gegen einen Abschluss. Beides ist in Ordnung.
So füllst du richtig aus
Ein Praxisbeispiel zur Orientierung
Das wichtigste Feld im Fragebogen ist die große Behandlungs-Tabelle. Hier siehst du, wie Laura (34, Marketing-Managerin) ihre Einträge formuliert hat – je klarer das Bild, desto besser das VotumVotumDie schriftliche Einschätzung des Versicherers: Normal, Zuschlag, Ausschluss oder Ablehnung. Meist 3–6 Monate gültig..
Beispiel ansehenLauras Antwort auf Frage 1 & 5 – wie sie die Tabelle ausgefüllt hat
Frage 1 fragt nach allen ambulanten Behandlungen der letzten 3 Jahre. Frage 5 nach bestehenden Beschwerden und Sehhilfen. Was du hier siehst, ist der Tabellenteil – der zentrale Abschnitt des Fragebogens.
| Frage | Diagnose / Beschwerde | Therapie / Verlauf | Wann | AU | Beschwerdefrei seit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto-Thyreoiditis), erstmals festgestellt 2019, erhöhte TSH-Werte. | L-Thyroxin 50 μg täglich. TSH stabil im Normbereich. Kontrolle 1× jährlich beim Endokrinologen. | seit 2019, dauerhaft | 0 | Beschwerdefrei unter Medikation, 09/2024 |
| 1 | Akute Blasenentzündung (Harnwegsinfekt), unkompliziert. | Antibiotikum, vollständig ausgeheilt. Kein Wiederauftreten. | 03/2023, einmalig | 0 | 04/2023 |
| 1 | Routine-Vorsorge beim Frauenarzt. Rein präventiv, keine Diagnose. | Keine Behandlung – reine Vorsorge (siehe gynäkologisches Attest). | 1× jährlich | 0 | entfällt |
| 1 | Verstauchung rechtes Sprunggelenk beim Joggen. | Tape-Verband, 2 Wochen Schonung, folgenlos verheilt. | 06/2022, einmalig | 3 Tage | 07/2022 |
| 5 | Leichte Kurzsichtigkeit (−1,75 / −2,0), Brille seit Schulzeit. | Keine Behandlung, reine Sehhilfe. | seit ca. 16. Lj., stabil | 0 | entfällt |
Hinweis: Laura ist ein fiktives Beispiel – Name und Daten sind erfunden.
Dein Joker
Ärztliche Atteste können alles verändern
Ein gutes Attest kann zwischen normaler Annahme und 20 % ZuschlagRisikozuschlagProzentualer Aufschlag auf den Normalbeitrag. Beispiel: 500 € + 20 % = 600 €. Oft lebenslang – manchmal befristet und überprüfbar nach § 41 VVG. liegen. Je klarer die Botschaft deiner Ärztin – „keinerlei Auffälligkeiten, folgenlos verheilt" – desto besser das VotumVotumDie schriftliche Einschätzung des Versicherers auf deine Voranfrage. Mögliche Voten: Normal, Zuschlag, Leistungsausschluss, Ablehnung..
Hier die wichtigsten Attest-Arten als Orientierung – mit Musterformulierungen zum Aufklappen:
Hausarzt-Attest
Das Allround-Attest – sinnvoll für alle angegebenen Diagnosen der letzten Jahre.
Musterformulierung
Musterformulierung als Anregung. Deine Ärztin entscheidet fachlich. Kein garantiertes Votum.
Zahnärztliches Attest
In der PKV zentral – Zahnersatz wird umfangreich abgesichert, ein Befundbericht mit Zahnschema ist Gold wert.
Musterformulierung
Musterformulierung als Anregung. Deine Ärztin entscheidet fachlich.
Gynäkologisches Attest
Besonders wichtig für Frauen – bestätigt aktuelle Unauffälligkeit.
Musterformulierung
Musterformulierung als Anregung. Deine Ärztin entscheidet fachlich.
Facharzt-Attest
Bei konkreten Diagnosen (Schilddrüse, Allergien, Orthopädie) – präzise fachärztliche Einordnung.
Musterformulierung
Musterformulierung als Anregung. Deine Ärztin entscheidet fachlich.
Für dein bestes Ergebnis
Unsere Tipps aus der Praxis
Diese Punkte entscheiden oft darüber, ob eine Voranfrage reibungslos läuft – oder an Details stecken bleibt.
- Plane mindestens 1–2 Stunden ein. Der Hauptfragebogen ist kein Formular zwischen zwei Meetings. Am Wochenende, in Ruhe, mit einer Tasse Kaffee.
- Sei so präzise wie möglich. „Rückenschmerzen" ist schlecht – „LWS-Blockade nach Überlastung beim Umzug, 2 Wochen hausärztlich behandelt, folgenlos verheilt" ist gut.
- Hol dir deine Unterlagen zusammen. Arztrechnungen, Befundberichte, Medikamentenpläne, Reha-Berichte – alles aus den letzten 3 bis 10 Jahren.
- Nutze deine ePA oder den Kassenauszug. In der elektronischen Patientenakte siehst du, welche Diagnosen über dich gespeichert sind.
- Schwärze persönliche Daten auf Arztberichten. Name, Adresse, Versichertennummer vor dem Hochladen unkenntlich machen.
- Überlasse die Attest-Entscheidung uns. Schick erst den Fragebogen – wir besprechen gemeinsam, welche Atteste sich wirklich rechnen.
- Denk an Jahreszahlweise. 4–5 % Beitragsersparnis bei jährlicher Zahlung – bei vierstelligen Jahresbeiträgen spürbar.
- Mach Kopien für dich selbst. Bewahre eine Kopie gut auf. Falls später Rückfragen kommen, hast du alles griffbereit.
- § 41 VVG als Joker: Zuschlag erhalten und die Erkrankung ist Jahre später stabil ausgeheilt? Du kannst den Versicherer zur Überprüfung bitten. Musterschreiben schreiben wir dir jederzeit.
Aufgepasst
Typische Stolperfallen
Die häufigsten Gründe, warum eine Voranfrage ins Straucheln gerät.
- „Das war doch nur eine Kleinigkeit." Auch kurze Arztbesuche und harmlose Diagnosen müssen angegeben werden. Der Versicherer entscheidet, was relevant ist – nicht du.
- Psychotherapie oder Coaching mit therapeutischem Anteil vergessen. Einer der häufigsten Stolpersteine. Jede Form gehört rein – manche Versicherer fragen 10 Jahre zurück.
- Regelmäßig eingenommene Medikamente ohne Rezept übersehen. Auch freiverkäufliche Schmerz-, Schlaf- oder Erkältungsmittel gehören rein, wenn du sie dauerhaft nimmst.
- Abfragezeiträume unterschätzt. Ambulant meist 3–5 Jahre, stationäre Aufenthalte und psychische Behandlungen oft bis 10 Jahre. Je weiter der Zeitraum, desto wichtiger die Patientenakte.
- Falschabrechnungen in der Krankenakte. Manche Ärzte rechnen Diagnosen ab, die gar nicht bestanden haben. Bei Auffälligkeiten bitte unbedingt mit uns besprechen.
- Nicht fragen bei Unsicherheit. Lieber einmal kurz bei uns nachfragen, als etwas weglassen und es später teuer bereuen.
- Zu spät anfangen. Kassenauszug anfordern dauert 1–2 Wochen. Plane ausreichend Puffer ein – Atteste besorgen wir erst danach gemeinsam.
Häufige Fragen
Was uns immer wieder gefragt wird
Wie lange dauert das Ganze insgesamt?
Rechne mit 3–6 Wochen vom Start bis zum finalen Ergebnis. Die meiste Zeit läuft im Hintergrund.
| Was passiert | Wer | Dauer |
|---|---|---|
| Fragebogen aus dem Gedächtnis ausfüllen | Du | 1–2 Std. |
| Patientenakte anfordern & warten | Du / Kasse | ~2 Wochen |
| Fragebogen mit Akte anreichern, Atteste (falls nötig) | Du | wenige Tage |
| Aufbereitung, Anonymisierung, passende Gesellschaften auswählen | Wir | 2–3 Tage |
| Anonyme Anfrage bei 3–5 Versicherern | Wir | ~1 Tag |
| Versicherer prüfen, Voten einholen (ggf. Nachfassen durch uns) | Wir / Versicherer | 1–3 Wochen |
| Voten auswerten & Empfehlung vorbereiten | Wir | 2–3 Tage |
| Gemeinsames Auswertungsgespräch | Du & Wir | 45–60 Min. |
Kostet mich die Voranfrage etwas?
Muss ich mich danach für eine Versicherung entscheiden?
Was passiert, wenn ich abgelehnt werde?
Muss ich wirklich alles angeben – auch Banalitäten?
Kann ich die Fragebögen digital ausfüllen?
Wie lange sind die Voten gültig?
Kann ich trotz Vorerkrankungen in die PKV?
Was, wenn ich meine alten Diagnosen nicht mehr weiß?
Warum mit uns?
Zwei Welten, die zusammengehören
Die meisten scheitern nicht daran, dass sie krank sind. Sie scheitern daran, wie ihre Gesundheitsgeschichte aufbereitet wird. Eine Fehldiagnose, die niemand hinterfragt. Ein ICD-10-Code, der in der Akte steht, aber nie so gestellt wurde. Eine Formulierung, die beim Risikoprüfer das Falsche auslöst. Das sind die Stellen, an denen wir den Unterschied machen.
Wir verstehen, wie Diagnosen entstehen, wie in Praxen und Krankenhäusern abgerechnet wird und was hinter einem ICD-10-Code wirklich steckt – und was nicht. Fehldiagnosen erkennen wir als solche und wissen, wie sie belegt und entkräftet werden.
Wir kennen die Denkweise von Risikoprüfern: was sie beunruhigt, was sie beruhigt und welche Informationen sie brauchen, um gut zu voten. Eine sauber aufbereitete Anfrage landet ganz anders als ein roher Kassenauszug.
Humanmedizin und Versicherungsmedizin sind zwei verschiedene Fachgebiete – und der Abstand zwischen ihnen ist größer als die meisten ahnen. Wer beide Seiten kennt, kann deine Unterlagen so aufbereiten, dass sie bei der Risikoprüfung das bestmögliche Ergebnis erzielen. Rechtlich sauber, inhaltlich präzise, und mit dem Wissen, welche Versicherer für deine konkrete Situation in Frage kommen.
Wie geht's weiter?
Wir sind für dich da.
Ob du noch Fragen hast oder dich beim Ausfüllen unsicher fühlst – meld dich. Dieser Prozess soll für dich entspannt laufen, in deinem Tempo.
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