Der Rücklagenrechner
Berechne, wie viel Geld du als finanzielles Polster zurücklegen solltest – und wie schnell du dein Ziel erreichst.
Warum Rücklagen so wichtig sind
Das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit – und nicht alle davon sind angenehm. Die Waschmaschine gibt den Geist auf, das Auto braucht eine Reparatur oder der Job fällt plötzlich weg. Wer in solchen Momenten kein finanzielles Polster hat, gerät schnell unter Druck. Eine gut geplante Rücklage sorgt dafür, dass dich solche Situationen nicht aus der Bahn werfen.
Die Grundidee: Deine Rücklage soll deine gesamten Lebenshaltungskosten für mehrere Monate abdecken – ohne dass du dafür auf Kredite oder Hilfe von anderen angewiesen bist.
Wie nutzt du den Rücklagenrechner?
Unser Rechner hilft dir, deinen persönlichen Zielbetrag zu ermitteln. Du gibst deine monatlichen Fixkosten und variablen Ausgaben ein, wählst die gewünschte Anzahl an Puffer-Monaten und trägst ein, was du bereits zurückgelegt hast. Der Rechner zeigt dir dann:
- Deinen Zielbetrag – wie viel Geld du insgesamt als Rücklage brauchst.
- Den fehlenden Betrag – was dir unter Berücksichtigung deiner bisherigen Ersparnisse noch fehlt.
- Die Dauer – wie viele Monate du bei deiner aktuellen Sparrate brauchst, um das Ziel zu erreichen.
Wie viele Monate solltest du abdecken?
Wie groß dein finanzielles Polster sein sollte, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Es gibt keine magische Zahl, aber ein paar Orientierungswerte helfen bei der Einschätzung:
Was zählt alles zu den Kosten?
Damit deine Rücklage realistisch kalkuliert ist, solltest du wirklich alle Ausgaben erfassen. Fixkosten sind dabei meist schnell zusammengetragen – Miete, Nebenkosten, Strom, Internet, Versicherungen, laufende Abos. Schwieriger wird es bei den variablen Kosten: Lebensmittel, Mobilität, Kleidung, Freizeit und Essen gehen schwanken von Monat zu Monat.
Unser Tipp: Schau dir deine Kontobewegungen der letzten drei Monate an und bilde einen Durchschnitt. So bekommst du ein ehrliches Bild deiner tatsächlichen Ausgaben – ohne dich selbst zu beschönigen.
Wichtig: Rechne bei den Fixkosten auch an Jahresbeiträge wie Versicherungen oder GEZ. Teile diese einfach durch zwölf und addiere den Betrag zu deinen monatlichen Kosten.
Wo parkst du deine Rücklage am besten?
Deine Rücklage ist kein Investment – sie soll im Notfall sofort verfügbar sein. Deshalb gehört sie auf ein separates Tagesgeldkonto, nicht ins Depot oder unter die Matratze. Ein eigenes Konto hat den Vorteil, dass du das Geld nicht versehentlich für Alltagsausgaben ausgibst, es aber trotzdem innerhalb von ein bis zwei Tagen abrufen kannst.
Ob das Konto Zinsen abwirft, ist dabei zweitrangig. Bei der Rücklage geht es nicht um Rendite, sondern um Sicherheit und Verfügbarkeit. Alles, was darüber hinausgeht, kann dann in renditestarkere Anlagen wie ETFs fließen.
Faustregel: Erst die Rücklage aufbauen, dann investieren. Dein finanzielles Fundament muss stehen, bevor du mit dem Vermögensaufbau startest.